Das multikulturelle Dinner

// //



Letzten Sonntag haben wir unser geplantes Dinner endlich umsetzten können.

Wir drei - Arbeitskolleginnen und gleichzeitig auch gute Freundinnen, kommen aus drei unterschiedlichen Kulturkreisen.Vertreten sind die Länder Polen, Deutschland und Türkei. Des öfteren unterhalten wir uns darüber was für Gemeinsamkeiten und Unterschiede es da gibt.
Zum Beispiel fällt das auch in der Mittagspause bei der Arbeit auf - wir haben schon öfter das mitgebrachte Mittagessen des anderen begutachtet und dann gemerkt, dass man das selber ja so noch nie gegessen hat.
Auch in anderen Bereichen, ist es wirklich immer sehr  interessant auf diese Weise jedesmal ein bisschen mehr über das andere Land und die dort üblichen Gewohnheiten, zu reden.

Aus diesem Grund und auch um uns noch besser kennen zu lernen, haben wir uns schon vor ein paar Monaten dieses Dinner überlegt. Die Idee dahinter ist, dass man sich ein Menü auf 3 Personen aufteilt, jeder bereitet einen anderen Gang zu. Wir haben uns vorher überlegt wie die Verteilung am unkompliziertesten wäre. Dabei haben wir vor allem drauf geachtet, dass die Fahrten nicht zu lang werden.

Es wird also bei einer Person der 1. Gang gegessen, da muss man dann schon ein wenig auf die Uhrzeit achten, denn man verquatscht sich ja schon schnell mal und merkt dann gar nicht wie die Zeit voran schreitet.
Wir haben uns vorgenommen nach spätestens 1,5 Std. zur nächsten Person zu fahren, damit sich der Abend nicht zu sehr in die Länge zieht und man schließlich entweder verhungert ist oder keinen Hunger mehr hat. Nachdem man bei der 2. Person Zuhause angekommen ist, kommt nun also das  Hauptgericht, welches auf jeden Fall vorbereitet werden muss, da man nicht all zu viel Zeit hat. Nachdem das Essen nochmal kurz warm gemacht wurde, isst man also in aller Ruhe und unterhält sich. Da vergeht die nächste Stunde wirklich schnell. Danach fährt man dann zur 3. Person, die das Dessert vorbereitet hat und lässt den Abend schließlich dort ausklingen.

Natürlich kann man das ganze auch mit mehr als 3 Personen machen und den Abend dann ein wenig variieren oder einfach 3 Personen festlegen die das Essen für alle anderen kochen. Aber wir dachten uns, das  uns diese Version am meisten Spaß machen würde :) 

Im folgenden wird jeder von uns Dreien ein bisschen von dem Abend erzählen.


Vorspeise: Türkischer Vorspeisenteller (Kısır, Böğrek, Patlıcan Ezmesi)
Der Abend begann um 17 Uhr bei mir Zuhause.
Das Essen habe ich an dem Tag und am Abend vorher vorbereitet. Auch meine Überlegungen darüber was ich den anderen anbieten könnte, dauerten nicht lange. In der Türkei gibt es nämlich sehr viele verschiedene Vorspeisen. Die einzige Sorge hatte ich mit der Menge, ich wusste nicht ob ich zu viel oder zu wenig auf die Teller getan habe, da es ja noch zwei andere Gänge geben sollte. Ich hätte am liebsten noch viel mehr gemacht damit Kristina und Roza möglichst viele türkische Vorspeisen kennen lernen können. Obwohl Ròża hat im Dezember in Istanbul schon sehr viel probieren können. Also  für Kristina war das Essen wohl schon eher neu.

Wie ihr vor ein paar Tagen schon sehen konntet, habe ich mein Zimmer in letzter Zeit stark verändert. Das ganze Zimmer hat sich stark verändert (leider habe ich keine Vorher-Nachher Fotos) und die beiden Mädels kannten das fertige Werk noch nicht. Kristina war vorher sogar noch gar nicht bei mir Zuhause. Da ich aber immer wieder davon erzählt habe, was ich grad verändert habe in meinem Zimmer und was ich mir so dazu gekauft habe, waren sie natürlich neugierig was ich daraus gemacht habe. Auch ich wollte schon längst einmal beide zu mir nach Hause einladen. Das hat sich also perfekt angeboten und ich war wirklich froh, dass wir mal Zeit dafür gefunden haben. Durch die gute Vorbereitung hat alles auch sehr gut geklappt ohne das wir von unserem Zeitplan abgekommen sind.

Besonders witzig fand ich aber die Bus- bzw. Autofahren zwischendurch. Auch da hatten wir sehr viel Spaß! Am Ende waren wir wirklich sehr satt, aber was wir nicht gedacht hätten, ist das wir noch weiter essen konnten (obwohl nach 20 Minuten das Sättegefühl eintritt) und auch die Fahrten haben alles andere als ein Problem dargestellt!



Hauptspeise: Hähnchenrouladen mit Pflaumen und Zwiebeln Kurczak ze śliwkami

Ich habe schon vormittags mit dem Kochen angefangen um beim Tageslicht alles noch fotografieren zu können, denn der Hauptgang war erst kurz vor 19 Uhr bei mir zu Hause geplant. Ich habe lange und gemeinsam mit meinen Eltern überlegt was ich kochen soll, weil Denise manches aus der polnischen Küche schon probieren konnte und ich wollte, dass sie mal genauso wie Kristina überrascht wird. Ich habe mich letztendlich für Hähnchenrouladen mit Pflaumen und Zwiebeln serviert mit Reis und einem Salat aus Weißkohl, Äpfeln und Rosinen entschieden. Ich habe alles soweit vorbereitet nur der Reis sollte später gekocht werden. Damit wir nicht allzu lange warten, habe ich mit meiner Mama vereinbart, dass sie den Reis kocht, wenn wir bei Denise Zuhause losfahren. Als wir bei mir zu Hause angekommen sind, musste ich nur noch alles warm machen und auf den Tellern servieren.

Mir hat es an diesem Tag besonders gut gefallen, dass wir nicht nur viel und lecker gegessen haben, sondern auch ziemlich unterwegs waren - als aller erstes bin ich Kristina abholen gefahren und dann sind wir gemeinsam zu Denise, um halb sieben ging es zurück zu mir nach Hause und um kurz nach acht haben wir den Zug genommen um bei Kristina mit dem Nachtisch den Tag ausklingeln zu lassen. Dadurch erschien mir der Sonntagabend viel länger als sonst.

Ich freue mich schon auf das nächste multikulturelle Dinner:)


Nachspeise: Baiser - Himbeer - Sahne

Als ich überlegt habe was ein typisch deutsches Dessert sein könnte, fiel mir zu Beginn Rote Grüte und Götterspeise ein. Aber ich wollte lieber etwas "ausgefalleneres" zubereiten, etwas, das noch nicht jeder kennt. Meine Mutter macht diese Nachspeise oft und jeder, der sie isst, liebt sie!

Trotz, dass sie so gut schmeckt ist die Zubereitung kinderleicht. Alles was man dafür braucht sind Himbeeren oder Waldbeeren, Sahne und Baiser. Die Beeren kann man tiefgefroren oder auch frisch kaufen, wobei ich die gefrorene Variante leckerer finde, weil der Baiser dann ein bisschen den Saft der Früchte zieht und noch fruchtiger schmeckt. Deswegen sollte der Nachtisch ungefähr zwei bis drei Stunden vor dem Servieren zubereitet werden, damit die Beeren bis dahin schon aufgetaut sind.

Einige Schwierigkeiten hat mir der Baiser bereitet. Ich wusste, dass es Baiser in manchen Bäckereien zu kaufen gibt, allerdings hatte ich in den ersten Bäckereien kein Glück. Eine andere Möglichkeit Baiser zu kaufen ist die Süßwarenabteilung, wobei man auch dort Glück haben muss. In einer Bäckerei habe ich ihn dann doch noch gefunden - ich war wirklich erleichtert, da er ja ein wichtiger Bestandteil meines Desserts war. Aber wenn wirklich nichts zu finden ist, gibt es immer noch einen Plan B: Man kann Baiser natürlich auch selbst herstellen, dafür muss man ein bisschen Zeit mitbringen. Allerdings ist seine Zubereitung sehr leicht. Man benötigt dafür nur Eier und Puderzucker. Das Eiweiß muss steif geschlagen werden, dann wird nach und nach Puderzucker hinzugefügt. Die Masse kann in einem Spritzbeutel auf ein Blech gegeben werden und benötigt dann einige Stunden bis der Baiser fest wird.

Dann kann es mit der Zubereitung losgehen: Der Baiser wird in einen Gefrierbeutel gegeben, verschlossen und klein gehakt (z.B. mit einem Hammer). Dann wird er in ein Dessertschälchen gegeben. Die Beeren kommen auf den Baiser drauf, sodass sie die nächste Schicht bilden. Dann muss die Sahne steif geschlagen werden, eventuell noch ein Päckchen Vanillezucker hinzugeben, um die Sahne zu versüßen. Nun wird dem Dessert das "Sahnehäubchen" verlieren, in dem die Sahne auf die Himbeeren gestrichen werden, bis die Beeren nicht mehr zu sehen sind.
..und fertig ist das Dessert! Das Ganze könnt ihr noch verschönern indem ihr zum Beispiel aus Kakao ein Herzchen auf die Sahne streut (dafür habe ich mir eine Schablone gebastelt). Das Auge ist ja schließlich mit :-)

Bald wollen wir das nochmal wiederholen und die Reihenfolge neu verteilen. Darauf freuen wir uns schon :)

Viele liebe Grüße
Denim, Rouge und Kristina

Kommentare:

Fräulein Ella hat gesagt…

Oooooooohhhh, wie lecker!!! Da bekommt man ja richtig Hunger!!!

LG, Ella
http://ellaunddieliebe.blogspot.de

tieftraeumerin hat gesagt…

lecker!!!!

Elli
http://tieftraeumer.wordpress.com

♥ Janine // princess-snowflake ♥ hat gesagt…

wow sieht alles wirklich sehr sehr lecker aus !

Lg
http://princess-snowflake.blogspot.de/

Ebru Gkcl hat gesagt…

dankeschön libes, ja ich habe ihn geändert :)

Jenny hat gesagt…

Ich finde die Idee richtig toll. Hatten auch mal überlegt so etwas in der Art zu machen. Also einfach nur ´n Abklatsch von "Das perfekte Dinner", aber multikulturell find ich auch prima.

*Daumen hoch*

Ich hätte das aber vielleicht an drei verschiedenen Tagen gemacht, statt alles an einem.

Kathi und Melanie hat gesagt…

Na, das ist ja eine feine Idee!!!!!

Nina Ananas hat gesagt…

woooah sieht das lecker aus :)
vorallem das dessert !! yummi yummi

Madline hat gesagt…

Danke für den lieben Kommentar :) Habe mir gleich euren Banner gemopst,hihi.
Und das mit dem Dinner ist eine klasse Idee! Ich hätte gern überall mal gekostet!

Ina hat gesagt…

wundervoller post!!! toll toll toll - eure gerichte sehen soooooo lecker aus!

Fiona Müller hat gesagt…

Hmmm lecker :)
Werd öfter bei dir vorbei schauen gefällt mir hier :)

http://fiobeauty.blog.de

*KAT* hat gesagt…

Die Idee ist wirklich super und euer Blog gefällt mir richtig gut :)
Ich freue mich schon aufs nächste Dinner.

LG
KAT